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29.09.2019, 22:37 Uhr | CDU Fraktion BV West, 30.09.19
Ist Wasserstoff ein Teil der Lösung für mehr Klimaschutz?
Antrag CDU Fraktion BV West
Die Verkehrswende ist keine Frage von morgen, sie ist eine Aufgabe von heute! Die Verwaltung wird daher gebeten, unter Beteiligung der Stadtwerke Münster, in der Sitzung der Bezirksvertretung Münster West am 28.11.2019, einen Bericht über die Erfahrungswerte der Stadt Münster über den Einsatz von Brennstoffzelle im ÖPNV abzugeben. 
Ziel der stadtverträglichen und umweltorientierten Verkehrsplanung ist die klimafreundliche Mobilität, so die CDU in ihrer Antragsbegründung. Daher setzen immer mehr Städte auf umweltfreundliche Bus-Antriebe. Die einen setzen auf Brennstoffzelle mit Wasserstoff, anderen auf Batterieantriebe für den Elektromotor.

Mehrere Großstädte beweisen derzeit eindrucksvoll, dass Wasserstoff als Kraftstoff für den ÖPNV eine saubere Antwort auf die häufig in Ballungsgebieten auftretenden hohen Feinstaub-, Abgas- und Lärmbelastungen ist. In Hamburg, Köln und Stuttgart sind bereits heuteBrennstoffzellenhybrid- und Batteriebusse mit Brennstoffzelle unterwegs.

Der Rat der Stadt Münster hat im März 2008 ein ehrgeiziges Klimaschutzziel mit einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 40% bis 2020 und der Erhöhung des Anteils der regenerativen Energieträger auf 20% bis 2020 beschlossen.

Bisher ist erkennbar, dass ein ÖPNV mit Wasserstoffantrieb die Feinstaubbelastung und die Treibhausgasemissionen verringert und somit zum Klimaschutz beiträgt.

Busflotte Stadtwerke Münster

Der Gesundheitsschutz ist eine wichtige Aufgabe der Stadt Münster. Die Überschreitungen von Immissionsgrenzwerten im Straßenraum in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauungen machen es erforderlich, dort umfangreiche Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung der Schadstoffbelastung einzuleiten und umzusetzen. 

Die Diskussion um die Schadstoffbelastung in der Innenstadt zeigt, dass alternative Konzepte entwickeln und umgesetzt werden müssen. Nach eigenem Bekunden wollen die Stadtwerke Münster die Elektrobus-Flotte in den nächsten Jahren deutlich ausbauen: Bis 2030 sollen 100 E-Busse durch Münster rollen. Lediglich auf der Buslinie 14 (Gallenkamp – Zoo) in Münster fahren seit geraumer Zeit zwei E-Busse mit Brennstoffzelle und Wasserstofftank als Energieträger.

Daher soll Ziel des Berichtes die Fragestellung sein, ob eine Ausweitung des Fahrbetriebes von Bussen mit Brennstoffzelle und Wasserstofftank als Energieträger in Münster nicht auch sinnvoll und zukunftsfähig ist. Die Reichweite der Systeme, Beschleunigung und Leistung, Fahrkomfort, Linien-Flexibilität, Schnelligkeit der Betankung, Preise und wirtschaftlicher Betrieb sollen dargestellt und auch gegenübergestellt werden.

Die CDU bittet weiter um Beantwortung der Fragen, welche Voraussetzungen für eine Ausweitung des Busbetriebes mit Wasserstoff den Energieträger notwendig sind (Tankstelle, Schulungen für Mitarbeiter Fahrdienst/Werkstatt etc.).

Denn das Abfallprodukt bei dieser Technologie ist Wasser, ein CO2 Ausstoß ist nicht vorhanden.

Wird der Wasserstoff von alternativen Energien hergestellt, ist die Energiebilanz ausgeglichen und klimaneutral. Darum schließt sich die Fragestellung an, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Wasserstoffherstellung aus Windstrom in Münster möglich ist.

Schienenverkehr

Auf den acht Schienenstrecken pendeln täglich ca. 42.500 SPNV-Fahrgäste aus dem Münsterland über die Stadtgrenze von und nach Münster. Zusätzlich nutzen 3.400 Fahrgäste den SPNV im Binnenverkehr von Münster.

Über Elektrifizierung wird nachgedacht, ein großer Teil dieses Verkehrs wird aber nach wie vor mit Diesel-Lokomotiven abgewickelt. Könnte hier der Einsatz von Zügen mit Wasserstoff als Energieträger eine zukunftsfähige Lösung ermöglichen.

Wir bitten die Verwaltung, unter Beteiligung der ZVM, auch zu berichten, ob und wann eine Umstellung der Züge auf eine Wasserstoff – Brennstoff - Technologie möglich ist und welche politischen und rechtliche Rahmenbedingungen dazu notwendig sind. 

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