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03.07.2019, 13:43 Uhr
CDU warnt vor Wiederholungsgefahr der Raupenplage
Weber: Schon jetzt Vorkehrungen für 2020 treffen – „Stadt tut aktuell, was sie kann“
Münster – Nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Stefan Weber ist die Lage um den für Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinner in Münster so brisant, dass schon jetzt Vorsorge für das Jahr 2020 getroffen werden muss. „Die Stadt tut aktuell, was sie kann. Aber das wird bei der drohenden Wiederholungsgefahr mit der Raupenplage im nächsten Jahr nicht ausreichen. Ich kenne so gut wie keinen Münsteraner, der nicht von dem Teufelszeug betroffen ist.“ Weber nannte es richtig, dass die Stadtverwaltung schon jetzt neue und möglicherweise schärfere Bekämpfungsmethoden prüft. Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit steht dazu auch im Kontakt zum Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer. 
Die Rathaus-CDU hatte die Stadtverwaltung bereits um einen ausführlichen Bericht ersucht mit Handlungsstrategien und Präventivmaßnahmen. Die Stadtverwaltung kann die Anzahl der Gespinste zwar nicht beziffern, nimmt aber an, dass fast alle 11.600 Straßen-Eichen und die weiteren 15.000 städtischen Eichenbäume befallen sind.  Auch in den meisten Eichenwäldern ist inzwischen Befall festgestellt worden. Bisher wurden mehr als 1.000 Meldungen schriftlich dokumentiert.
 
Nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Stefan Weber müssen für das kommende Jahr neben mechanischen Maßnahmen wie Absaugen auch Abflämmen, Verkleben und Abkratzen oder der Einsatz von Leimringen rechtzeitig geprüft und eventuell angeordnet werden. Auch biologische Mittel, biologische und synthetische Insektizide oder eine Kombination gehörten in das Einsatzspektrum. Überlegenswert könne auch der verstärkte Einsatz natürlicher Fressfeinde der Raupen sein.
 
Ende April wurde in einer Bekämpfungsaktion an mehr als 1.100 Eichen ein Biozid eingesetzt, mit Beginn der Saison vier Hubsteiger-Kolonnen und zwei städtische Bodentrupps. Mitte Juni kamen sechs Hubsteiger-Kolonnen, zwei städtische Bodentrupps und ein externer zum Einsatz. Die Stadt will einen weiteren Trupp mobilisieren. Daneben wurden Hinweisschilder aufgestellt und an neuralgischen Stellen Absperrmaßnahmen durchgeführt und es gab intensive öffentliche Information.
 
Bedingt durch die wechselnde kalt-warme Witterung mit starken Regengüssen hat sich die Schlupfzeit der Larven auf mehr als sechs Wochen verlängert. Deshalb waren an Schulen mehrfach Absaugaktionen notwendig. Die Bekämpfung mit dem Biozid hat sich nach Mitteilung der Stadtverwaltung an die CDU augenscheinlich bewährt. Obwohl auch danach Eichenprozessionsspinner festzustellen waren, ist der Befall deutlich geringer. Im nächsten Jahr soll an mehr Baumreihen an den Stadtgrenzen eine weitere Einwanderung ins Stadtgebiet verhindert werden.
 
Die vorgesehenen Mittel in Höhe von 150.000 Euro sind bereits im Wesentlichen für Fremdvergaben beauftragt worden. Die Stadt rechnet mit weiteren Kosten. Sie hat in anderen Städten sehr unterschiedliche Vorgehensweisen festgestellt, die vom Nichtstun über Schilder und Absperrungen bis zur aktiven Bekämpfung reichen.
 
 
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