Ältere Bürger nicht vom sozialen Leben ausschließen

Senioren-Union besorgt über grüne Domplatz-Pläne

27.01.2021, 10:36 Uhr | CDU Kreisverband Münster

Mit Sorge betrachtet die Senioren-Union Münster die momentane Debatte um eine autofreie Innenstadt, insbesondere die Ideen von Stephan Nonhoff, um den Parkraum auf dem Domplatz massiv zu verringern. Der grüne Bezirksbürgermeister hatte angeregt, einen der Parkplätze durch eine überdachte Markthalle zu ersetzen. Münsters CDU-Vorsitzender Hendrik Grau macht in dem Zusammenhang deutlich, dass die Innenstadt gerade für ältere Menschen gut erreichbar bleiben müsse. 

Aus Sicht der stellvertretenden Vorsitzenden der Senioren-Union, Erika Gericke, ist das nicht nur unerfreulich, sondern geradezu inakzeptabel. „Insbesondere behinderte, bewegungseingeschränkte und ältere Menschen sind auf diese Parkplätze angewiesen. Zudem hat es den Antrag, den Parkplatz gegenüber dem Landesmuseum zu schließen, schon im Jahre 2011 gegeben und er ist aus guten Gründen damals abgelehnt worden.“
 
Grau stimmte zu: „Wenn man nicht mehr Rad fahren oder gut laufen kann, bleibt das Auto für viele die einzige Möglichkeit, um am sozialen, kulturellen oder religiösen Leben in der Innenstadt teilzunehmen. Zurzeit gibt es leider noch keine gemeinhin akzeptierte Mobilitätsalternative und auch der ÖPNV kann hier nur bedingt Abhilfe schaffen.“
 
Laut der stellvertretenden Vorsitzenden der Senioren-Union verpflichtet der demografische Wandel die Stadt Münster, diese Parkplätze zur Sicherung der Daseinsvorsorge als öffentliche Leistung zur Verfügung zu stellen (GO NRW). „Wir als Senioren-Union hoffen sehr, dass die Parteien im Rat die Interessen der älteren Bürger nicht zugunsten einer kurzsichtigen Symbolpolitik opfern.“