Grau verurteilt Angriff auf Kippa-Träger

"Keinen Fingerbreit Nachsicht beim Thema Antisemitismus"

23.08.2021, 18:31 Uhr | CDU Kreisverband Münster
CDU-Vorsitzender Hendrik Grau; Foto: CDU Münster
CDU-Vorsitzender Hendrik Grau; Foto: CDU Münster

Erneut hat es einen brutalen Fall antisemitischer Gewalt gegeben. Eine Gruppe junger Männer hat in Köln einen 18-Jährigen angegriffen, der eine Kippa trug. „Es ist unerträglich, festzustellen, dass sich Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland in der Öffentlichkeit nicht sicher fühlen können“, erklärte Münsters CDU-Chef Hendrik Grau. Nach den Flaggen-Verbrennungen vor Münsters Synagoge gelte es auch hier, wachsam zu sein.

„Niemand sollte sich in Deutschland aufgrund seines Glaubens verstecken müssen“, sagte Grau. „Der Fall muss jetzt schnell aufgeklärt werden, die Täter müssen unbedingt die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen und für diese Tat zur Rechenschaft gezogen werden. Wir können und dürfen uns beim Thema Antisemitismus keine Nachsicht erlauben.“

Der 18-Jährige sei einem Polizeibericht zufolge aus einer rund zehnköpfigen Gruppe heraus antisemitisch beleidigt worden und habe die Männer zur Rede stellen wollen. Einige der Männer seien auf brutale Weise handgreiflich geworden. Der junge Mann hat schwerwiegende Verletzungen davongetragen. Ein Nasen- und Jochbeinbruch mussten im Krankenhaus behandelt werden. „Von der seelischen Belastung und dem Gefühl, sich im öffentlichen Raum nicht mehr sicher zu fühlen, ganz zu schweigen“, sagt Grau.

Der CDU-Chef stellt sich im Kampf gegen Antisemitismus klar an die Seite der Mitbürger jüdischen Glaubens: „Antisemitische Anfeindungen gehören für die Betroffenen oft zum traurigen Alltag. Wir stehen als Gesellschaft, als Politiker und jeder einzelne ganz persönlich in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich alle Menschen – ganz gleich welchen Glaubens – überall in Deutschland frei und ohne Sorge um Leib und Leben bewegen können.“ Erst im Mai hatte es auch in Münster einen Angriff auf die Synagoge gegeben, den Grau bereits aufs schärfste verurteilt hatte: „Es gibt hier keinen Fingerbreit Raum für Apologetik oder irgendwie geartete `Abers`.“ Antisemitismus dürfe nie wieder salonfähig werden.